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INTERNATIONALER JUGENDAUSTAUSCH STUTTGART – LODZ

Die Begegnung fand in Deutschland (Schwarzwald und Stuttgart) statt in der Zeit von 27.09. – 07.10.2018

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Deutsch – Polnische 29-Personengruppe traf sich in Deutschland um an gemeinsamen Programm und Workshops zum Thema „Gleichberechtigung“ teilzunehmen. Drei spannende Tage verbrachte die Gruppe im Schwarzwald. Den gemeinsamen Workshops standen immer gemeinsam vorbereitete, traditionelle Speisen bevor.

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Schnitzel und Karottensalat mit Apfel wurden zum kulinarischen Highlight des Aufenthalts im Schwarzwald. Das gemeinsame Kochen gehörte zu den erfolgreichsten Integrationsmethoden. Beim gemeinsamen Kochen werden Gedanken, Worte und Begriffe übersetzt und ausgetauscht. Das Thema „Gleichberechtigung“ zeigte sich als sehr bedeutsam und wichtig. Die Gruppen arbeiteten engagiert an gemeinsamen Aufgaben.

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Während der Workshops wurden verschiedene Arten der fehlenden Gleichberechtigung angesprochen. Ursachen für die fehlende Gleichberechtigung sind sehr unterschiedlich und diese Sichtperspektive der Probleme war für die TeilnehmerInnen von großer Bedeutung.

Die Gruppen haben intensiv daran gearbeitet und sich die Fragen gestellt: In welchen Lebensbereichen sollte etwas verändert werden? Was sollte verändert werden? Welchen Einfluss können wir auf diese Veränderungen haben?

Eine Diskussionsplattform konnte geschaffen werden. Die Jugendlichen Teilnehmer wurden in vier gemischte Gruppen aufgeteilt und an vier verschiedenen, gesellschaftlichen Problemen gearbeitet. Die Teilnehmer bekamen als Aufgabe die unterschiedlichen Gruppen, die in der Gesellschaft oft ausgeschlossen oder benachteiligt werden zu erkennen und zu benennen. Die Gruppen sollten als Einführung eine kurze Situation vorspielen, der sie schon mal begegnet sind und die mit dem entsprechenden Problem verbunden ist.

Jede Gruppe hat Ihre Beobachtungen und Erfahrungen auf Plenum vorgestellt. Die ausgearbeiteten Themenbereiche konnten ausführlich diskutiert werden. Vor der Rückkehr nach Stuttgart konnte noch eine Auswertung der Zeit in Schwarzwald stattfinden:

Die Jugendlichen konnten Ihre Workshop-Eindrücke loswerden. Während der gemeinsamen Abschlussrunde konnten die Eindrücke nochmal zusammengefasst werden. Die Jugendlichen wurden u.a. gefragt:

- Was ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

- Welchen Einfluss diese Einsichten auf deren Leben haben könnte?

- Was würden sie gerne im eigenen Lebensumfeld verändern?

Zu den ersten Programmpunkten nach der Rückkehr nach Stuttgart gehörte der Besuch des Landtags und ein Gespräch mit Fr. Brigitte Lösch (Politikerin/Die Grünen, seit 20 Jahren im Landtag vom BW tätig, vom Beruf Sozialpädagogin, seit 2016 ist sie Vorsitzende im Ausschuss für Kultur, Jugend und Sport). Fr. Lösch erzählte von ihrem Weg in die Politik und schwieriger Überwindung der Stereotypen. Sie unterstrich die wichtige Rolle des Gleichberechtigungsbewusstseins, das jedem Kraft geben kann, um Dinge zu bewegen und andere Menschen zu unterstützen.

Die Jugendlichen konnten Einblick in die Abläufe und Strukturen des Landtags von BW bekommen. Darüber hinaus konnte die polnische Gruppe Einblick in die Landespolitik von BW bekommen. Das Gespräch mit Fr. Brigitte Lösch ergänzte wertvoll den Besuch und gab den Jugendlichen die Möglichkeit Fragen zu stellen und wichtige Antworten zu bekommen. Viele der Fragen waren auf das Schulsystem bezogen; die Gruppe versuchte die Schulsysteme und Politikstrukturen der beiden Länder zu vergleichen.

Den Abend konnten die Jugendlichen gemeinsam beim leckeren Essen im Kinder- und Jugendhaus Stammheim ausklingen lassen.

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Am Dienstag besuchte die Gruppe den Aktivpark „Bergheide“. Gleichberechtigung bedarf Verständigung und Gruppenintegration und darauf haben die Erlebnispädagogen mit der Gruppe hingearbeitet. Die Gruppe lernte wie man in einer Gruppe gut zusammenarbeiten kann, auch in einer Extremsituation.

Richtige Verständigung bringt immer Erfolg. Um den erwünschten Erfolgt zu erreichen muss man gemeinsame Ziele haben und diese Ziele erreichen wollen! Die Aktion und entstandene Situationen wurden mit der Gruppe am Ende des Treffens ausgewertet.

An diesem Abend konnten die Eindrücke des Tages im Kinder- und Jugendhaus Hausen ausgetauscht werden.

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Nach so Eindrucksvollen und anstrengendem Programm freute sich die Gruppe umso mehr auf den Mittwoch. Da Mittwoch ein Feiertag war, entschloss sich das Pädagogenteam die deutsch-polnische Gruppe ins Erlebnispark Tripsdrill zu begleiten.

Aber auch ein Besuch im Mercedes Benz Museum durfte nicht fehlen. Hier konnte die polnische Gruppe einiges über die Automobile-Geschichte Stuttgarts lernen und erfahren. Freitag erwies sich als besonders eindrucksvoller Tag. Nach einer gemeinsamen Zeit in der Stadt fuhr die Gruppe ins Kinder- und Jugendhaus Hausen. Hier konnten die Gruppen die letzte Nacht in Stuttgart gemeinsam verbringen.

Nach einem reichhaltigen Abendessen konnte eine Auswertung der Gesamten Begegnung stattfinden.

Zu Beginn der Auswertung bekamen die Gruppen die Möglichkeit schriftlich anonyme Antworten auf mehrere Fragen zu geben. Die Fragen wurden davor von den Pädagogen ausgearbeitet und beziehen sich auf das Thema der diesjährigen Begegnung, auf die Kommunikations- und Integrationsprozesse und das Programm im Allgemeinen.

Ein gemeinsamer Abend mit Gesprächen und kleinen Diskussionsrunden konnte im Anschluss offen gestaltet werden.

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Wie immer fiel auch dieses Jahr der Abschied allen sehr schwer. Nach einem gemeinsamen Frühstück konnten sich die Teilnehmer voneinander verabschieden. Die letzten Telefonnummern konnten ausgetauscht werden…

Es war eine tolle Begegnung und wir freuen uns jetzt schon auf die nächste!

Bericht: Karina Sliwa (KJH Hausen)