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Stuttgart - Menzel Bourguiba

Mädchen Begegnung vom 09.01.2017 bis 18.01.2017 in Stuttgart

Seit knapp 15 Jahren veranstaltet die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft (stjg) in Kooperation mit dem deutsch-tunesischen Verein OCTA aus Menzel Bourguiba internationale Mädchenbegegnungen in Stuttgart. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte von OCTA fand eine Begegnung im Winter statt. Für alle Teilnehmenden, sei es Jugendliche oder Betreuer, war es eine ausgesprochen schöne Zeit mit vielen tollen Erlebnissen.

Vom 09.01.2017-18.01.2017 besuchten uns 10 Teilnehmerinnen aus Tunesien und zwei Betreuerinnen die auch Mitglieder im Vorstand von OCTA sind. Beide Betreuerinnen waren bereits mehrmals in Stuttgart um eine Gruppe zu betreuen jedoch niemals im Winter. Unter den Teilnehmerinnen war auch zum ersten Mal eine Schülerin der Einrichtung UTAIM mit dabei. UTAIM ist eine Einrichtung für Kinder und junge Erwachsene mit geistiger und körperlicher Behinderung.

Ebenfalls mit dabei war der Vorsitzende Dr. Samir Mokrani des Vereines OCTA. Ziel seiner Reise war es unter anderem die Kooperationspartner persönlich kennenzulernen aber auch sich selbst ein Bild von dieser langjährigen Partnerschaft zu machen und zu sehen welches Programm die Mädchen erwartet.

Traditionellerweise findet die Begegnung im Wechsel statt, ein Jahr besuchen uns Mädchen aus Tunesien in Stuttgart und im darauffolgenden Jahr kommen Stuttgarter Mädchen zu Besuch. Aufgrund der eher noch unsicheren politischen Lage in Teilen von Tunesien gestaltet sich der Besuch noch etwas schwierig doch wir sind in guter Hoffnung dass wir bald wieder eine Begegnung in Tunesien veranstalten können.

Während dem 10-tägigen Aufenthalt, mit einem breitgefächerten Programm, wurden die Mädchen von Betreuerinnen aus der STJG und Mädchen und Jungen aus unseren Einrichtungen begleitet. Betreut wurde die Gruppe von Carolina Ercolino von der Cannstatter Inzel, Franziska Jahn Romanistikstudentin und derzeit Praktikantin bei Gabi Kircher (Fachbeauftragte Gender) und Sylvia Schroth vom Kinder- und Jugendhaus Stammheim. Beide Häuser sind Einrichtungen für die offene und mobile Jugendarbeit.

Die Teilnehmer waren in der Jugendherberge NeckarPark untergebracht, aus diesem Grund startete der erste Tag mit einem kleinen Rundgang durch Bad Cannstatt, dabei erkundeten wir die Altstadt und lernten beim Spazieren durch den Kurpark ein wenig die Geschichte von Cannstatt und deren Erfinder von Straßenbahnen, Motoren, Autos und Büstenhalter kennen.

Zu dem gewohnten Programm wie der Besuch in der Wilhelma, dem Mercedes-Benz-Museum, der Stadtführung durch Stuttgart oder der Besuch auf dem Killesberg bei Lernort Gedenkstätte kamen viele weitere besondere Punkte hinzu. Abgeordnete Brigitte Lösch empfing uns im Stuttgarter Landtag und gewährte uns eine Führung durch die Geheimgänge die nur für Abgeordnete bestimmt sind und zeigte uns auch den Sitzungssaal.

Bei der Führung durch den Landtag begleiteten uns auch zwei Polizistinnen die wir bereits im Haus des Jugendrechts besuchen durften und uns über das deutsche Jugendstrafrecht und deren Aufgaben als Polizisten erklärt haben.

Anschließend ging es wie schon in den Jahren zuvor ins Seniorenheim nach Bad Cannstatt um die traditionelle deutsche Kaffee-und Kuchenzeit mit den Bewohnern zu genießen und sich anschließend bei einem Rollatortanz zu bespaßen. Für beide Seiten ist es wie immer eine sehr bewegende und unvergessliche Zeit.

Glücklicherweise brachte der Wintereinbruch in Stuttgart und Umgebung reichlich Schnee mit sich so dass es möglich war einen Tag im Schnee mit Schlitten und Schneeballschlacht zu verbringen. Für die Mädchen war es das erste Mal in ihrem Leben dass sie mit Schnee in Berührung kamen und somit auch das erste Mal dass sie auf einem Schlitten saßen. Bei solch einem großen Spaß machte einem die Kälte von -5 Grad nichts mehr aus.

Zum Abendessen waren wir abwechselnd in Jugendhäusern aus verschiedenen Stadtteilen eingeladen um die Vielfalt der STJG nochmals sichtbar zu machen. Dabei konnten sich die Mädchen aus Tunesien mit Besuchern aus unseren Einrichtungen austauschen oder eine Runde Billard, Tischkicker oder Just Dance spielen. Kommuniziert wurde auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und mit Händen und Füßen.

Ein Besuch bei Gabi Kircher im Jugendhaus Mitte mit anschließendem Besuch bei der Beratungsstelle „La Gaya“ standen ganz unter dem Thema „Frau sein“. In kleinen Gruppen oder Einzelarbeiten wurde das Thema rund um das „Frau sein“ erarbeitet und in der Gruppe ausgiebig diskutiert. Nach einem vollbepacktem Programm gab es am Sonntag einen Wellnesstag in der INZEL um es sich einen Tag lang gemeinsam mit Mädchen aus anderen Einrichtungen mal richtig gut gehen zu lassen und zu entspannen.

Am letzten Abend gab es eine kleine Abschiedsfeier mit selbstzubereiteten tunesischen Köstlichkeiten bei der alle Kooperationspartner die uns bei der Gestaltung des Programmes unterstützt haben eingeladen wurden. Die Mädchen bedankten sich außerordentlich für diese unvergessliche Zeit in Stuttgart und verteilten Geschenke an alle Beteiligten, dabei floss auch die ein oder andere Träne.

Die Mädchenbegegnung endete am 18.01.2017 und die Teilnehmer machten sich auf den Weg in die Heimat begleitet von vielen neuen Eindrücken aus einem anderen Land, tollen Erlebnissen und neuen Freundschaften.

08.02.2017
Bericht: Carolina Ercolino


 

Sehr geehrter Herr Michael Klamm,

Vielen Dank für den guten Empfang und den guten Aufenthalt der Mädchengruppe. Das Programm war wirklich sehr abwechslungsreich und Bildungsanstalt...

Es hat unsere Gruppe sehr gut gefallen...

Die Begleiterinnen von KJH waren auch sehr nett und kooperativ und tolerant mit den Mädchen.

Die Mädchen finden diese jugendliche Begegnungen sehr interessant und sie haben davon sehr viel gelernt. Sie haben jetzt Freunde und Freundinnen kennengelernt.

Sie haben mit ihnen Freundschaft und Kontakt. Die Mädchen haben uns geschrieben, dass diese jugendliche Kultur - Begegnung unvergesslich ist. Aber es war sehr kurz.......

Die Zusammenarbeit mit dem UTAIM war eine interessante Erfahrung. Das Mädchen, dass es mit der Gruppe in Stuttgart war, war korret und ermutigend, dass wir noch weiter auf diesem Projekt ( OCTA, KJH und UTAIM) zusammenarbeiten.

Für mich als 1. Vorsizender der OCTA, war dieser Besuch sehr interissant und vorteilhaft. Ich habe die Möglichkeiten die zukünftige Projekte der OCTA an verschiedene Organisationen und Verantwortliche der Stadt Stuttgart vorgestellt.

Sie haben mir Ihre Zusammenarbeit versichert.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zu Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen
Dr. Mokrani Samir
1.Vorsitzender der OCTA