Stuttgart ist viel schöner als Berlin!
Wer wollte das nach den berauschenden Eindrücken im Zuge der Fußball-WM 2006 noch bestreiten? Mit der Ausrichtung des UNESCO Welt-Jugend-Festivals im Juli und vor allem dem Betrieb des FAN-Camps im Reitstadion, in dem knapp 10.000 junge Erwachsene aus allen Kontinenten die WM gemeinsam friedlich gefeiert haben, hat der Stuttgarter Jugendhaus e.V. seinen Gutteil zu diesem einzigartigen Erlebnis beigetragen. Auf diesen Kraftakt neben der täglichen Offenen Kinder- und Jugendarbeit können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins stolz sein. Der Stuttgarter Jugendhaus e.V. hat auch im Geschäftsjahr 2006 den Auftrag seiner Satzung in die Tat umgesetzt und sich mit Nachdruck für „die Emanzipation junger Menschen eingesetzt, die diese befähigt, sich ihrer eigenen Situation in der Gesellschaft bewusst zu werden und an den Aufgaben der Gesellschaft aktiv mitzuwirken“. Mit neuen und bewährten Angeboten und Aktionen hat der Verein dabei auf die vielfältigen Bedürfnisse und gesellschaftspolitischen Anforderungen in der Großstadt reagiert. So lockt das neunte Fest für Kinder 2006 wieder über 2.000 Besucher auf das Gelände rund um das Spielhaus im Schlosspark, auf der großen „Kinderkunsttour“ nehmen hunderte Kinder an mehreren Stationen begeistert die Kunstangebote des Vereins wahr und das Popbüro der Region organisiert einen viel beachteten Fachtag über „Rechte Rockmusik“ – um nur einige Beispiele zu nennen. Im Herbst nimmt das Kinder- und Jugendhaus Ostend die Wünsche nach weiteren Öffnungszeiten auf und öffnet auch sonntags seine Pforten. Darüber hinaus erhält der Verein den Auftrag der Stadt zur Ausarbeitung eines Konzepts für alkoholfreie Jugenddiscos. Die in den letzten Jahren verstärkte Verzahnung von Bildungs- und Betreuungsbereichen im Vorschulalter fand auch 2006 ihre Fortsetzung. Mit der Öffnung von drei Horten an der Pragschule, Riedseeschule und Kirchhaldenschule und dem Auftrag für die Projektkoordination für das Stadtteilzentrum Nord wird der Stuttgarter Jugendhaus e.V. ein immer wichtigerer Partner bei der sozialpädagogischen Zusammenführung von schulischen und außerschulischen Angeboten – eine Aufgabe, deren Bedeutung mit Sicherheit weiter zunehmen wird. Was wäre der Stuttgarter Jugendhaus e.V. ohne seine Basisarbeit in den Jugendhäusern? Das 25. Jubiläum des Kinder- und Jugendhauses in Vaihingen ist im Juni 2006 ein freudiger Anlass, ein viertel Jahrhundert erfolgreiche Jugendarbeit im größten Filderstadtbezirk zu feiern. Und auch wichtige Weichen für die Zukunft konnte der Verein im letzten Jahr wieder vor Ort für die Kinder und Jugendlichen stellen. Im Juli steigt die letzte Party im Kinder- und Jugendhaus Fasanenhof; vier Wochen später startet die umfangreiche Sanierung. Im September bezieht der Kindertreff in Münster seine neuen Räume. Und im Dezember erfolgt der erste große Besichtigungstag im neuen Degerlocher Kinder- und Jugendhaus Helene P. Hier gilt der Dank im Besonderen der Helene-Pfleiderer-Stiftung für ihre maßgebliche Förderung. Freude zum Anlass gibt auch das wohl größte Projekt des Vereins in seiner Geschichte: Die Planungen zum neuen Kinder- und Jugendhaus in Bad Cannstatt können endlich in die Zielgerade einbiegen. Das neue Zentrum mit Jugendhaus, Familienzentrum, Jugendhotel und Geschäftsstelle kommt nun die entscheidenden Umsetzungsschritte weiter. Und noch ein Kraftakt (wenn auch eher im Stillen) konnte 2006 bewältigt werden: Im Dezember macht der Gemeinderat und die Mitgliederversammlung den Weg frei für die lang diskutierte Ausgründung der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH, die die erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit des Vereins nahtlos fortsetzen wird – künftig noch effizienter, zügiger und zielgerichteter. Den Kolleginnen und Kollegen im Vorstand gilt ein besonderer Dank für diese vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ich danke der Geschäftsführung und nochmals allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich für ihre engagierte und zukunftsgerichtete Arbeit. Dem Gemeinderat sei Dank für die auch im Jahr 2006 wieder erbrachte, anhaltende Unterstützung. Stuttgart ist viel schöner als Berlin – und der Stuttgarter Jugendhaus e.V. ist eine leuchtende Perle unserer Stadt.
Andreas Reißig
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| Grussworte der Vorstände | ||
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Seit vielen Jahren begleite ich die Arbeit des Stuttgarter Jugendhausvereins mit großem Interesse und vor allem nach wie vor mit viel Engagement. Es macht Freude, an den behutsamen aber notwendigen Veränderungen mitzuwirken, die den Jugendhausverein zu einem innovativen Anbieter vielfältiger und umfassender Leistungen in der Jugendarbeit machen. Wir sind modern und attraktiv geworden. Dies war nur möglich, weil alle miteinander – Ehrenamt und Mitarbeiter – an einem Strang gezogen haben. Dafür bin ich dankbar. Roland Schmid |
Zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehört ein fundiertes Betreuungsangebot. In seinen drei Horten ermöglicht der Stuttgarter Jugendhaus e.V. Kindern Bildungs- und Freizeitangebote nach Schulschluss. Aus eigener Erfahrung, weiß ich, wie wichtig gute Hortplätze für berufstätige Eltern sind. Damit legen wir einen wichtigen Grundstein für die Zukunft unserer Kinder – mit und ohne Migrationshintergrund. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und allen Mitarbeitern, die sich mit gewohnter Hingabe den Belangen der Heranwachsenden aus Stuttgart gewidmet haben. Muhterem Aras |
Der Stuttgarter Jugendhaus e.V. ist eine fest installierte Einrichtung für die Kinder und Jugendlichen in Stuttgart – er ist nicht wegzudenken von hier. Er trägt viel bei zur Veränderung der Kinder- und Jugendlandschaft in unserer Landeshauptstadt. Dies ist ohne motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht denkbar. Sie gehen mit Engagement neue Wege und gestalten diese für Heranwachsende interessant. Deshalb möchte ich Sie mit meinem Dank zugleich motivieren, sich immer wieder auf Neues einzulassen in der Arbeit mit und für Kinder(n) und Jugendliche(n) in unserer Stadt. Bruno Pfeifle |