Bericht aus der Region IIIIhr Bericht beginnt in der Mitte des Jahres und blickt doch zurück auf spannende zwölf Monate. Regionalleiterin Simone Vöhse über die Ereignisse aus dem Stuttgarter Nordwesten.Ein Fußballsommer und noch viel mehr... Der Rückblick auf das Jahr 2006 beginnt mittendrin: Der Fußballsommer in Stuttgart war im besonderen Maße auch ein Sommer der großen internationalen Begegnung. Hier wurde das Motto des zur WM 2006 vom Stuttgarter Jugendhaus e.V. ausgerichteten UNESCO Weltjugendfestivals „als Fremde kommen, als Freunde gehen“ tatsächlich gelebt. Sämtliche Einrichtungen der Region III waren beteiligt am großen internationalen Festival der Stadt: Sei es, indem sie dort jungen Gästen aus aller Welt Unterkunft, Verpfl egung, Infrastruktur und Ansprechpartner boten, zentrale Programmpunkte, wie den Erlebnispädagogischen Tag auf der Waldau oder das „Fest für Freunde“ auf dem Killesberg mitgestalteten.
Die Kooperation von Jugendarbeit und Schule... Ein Thema, das uns während des gesamten Jahres 2006 und perspektivisch auch darüber hinaus beschäftig hat, ist die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Schule. Zum einen ist hier die Ebene der projektbezogenen Zusammenarbeit zu nennen, für die es auch im Jahr 2006 wieder erfolgreiche Beispiele gibt. Zum anderen ist es die Ebene der „institutionalisierten Zusammenarbeit“ wie zum Beispiel in Form der Schulkindbetreuung. In der Region III sind wir im September 2006 an der Pragschule in Stuttgart Nord sowie an der Kirchhaldenschule in Botnang mit insgesamt neun Gruppen im Bereich der Schulkindbetreuung gestartet. Der Umsetzung dieser Angebotssegmente von der 3-stündigen Betreuung im Rahmen der verlässlichen Grundsschule über die 7-stündige Früh- und Nachmittagsbetreuung einschließlich Mittagessen sowie die Ferienbetreuung in 10 Wochen pro Schuljahr liegen jeweils integrierte und mit der Schulleitung abgestimmte Konzepte von Bildung und Betreuung zugrunde. Sie dienen der möglichst ganzheitlichen Förderung von Kindern unter den Horizonten von Bildung und Freizeitpädagogik Generationenübergreifende Angebote: alte und neue Umsetzungen... Es gibt viele erfolgreiche Beispiele in der Region III, die belegen, dass in den Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Auftrag der „Öffnung der Einrichtung“ in den Stadtteil im Sinne des Sozialraumbezugs gelebt wird: Zum Beispiel wenn im KJH Freiberg ein „Hol- und Bringmarkt“ ausgerichtet wird, bei dem von Jung bis Alt alle mitmachen. Oder wenn im Jugendtreff Botnang Senioren einen EDV-Kurs für Einsteiger wahrnehmen. Die Aufzählung solcher Ansätze innerhalb der Einrichtungen ließe sich fortsetzen. Allen gemeinsam ist, dass hier der Dialog zwischen den Generationen gefördert wird. Seit Sommer 2006 betreibt der Stuttgarter Jugendhaus e.V. als ein strukturelles Novum nun auch eine eigene, explizit generationenübergreifende Einrichtung in Form eines kleinen Familien- und Stadtteilzentrums in Stuttgart Nord. Ziel ist es, für und mit den Anwohnern des sogenannten „Coop-Gebiets“ einen offenen Treffpunkt mit Beratungs-, Freizeit- und Hilfsangeboten umzusetzen. Eine hauptamtliche Koordinatorin bündelt die Interessen und ermittelt die Bedarfe, holt die Bürger und Kooperationspartner an einen Tisch damit in den durch den Jugendhaus e.V. umgebauten Räumlichkeiten einer ehemaligen Gaststätte ein lebendiges, von vielen Partnern mitgetragenes Bürgerzentrum entsteht Einige „Highlights“ der Kooperation von Jugendarbeit und Schule in der Region III Unter der Leitung von Eva-Maria Natzke, pädagogische Mitarbeiterin des KJH Zuffenhausen, erarbeiteten mehr als 70 Kinder aus verschiedenen kooperierenden Stuttgarter Schulen und mit Unterstützung vieler Partner ein großes Musical. Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 4 und 27 Jahren befassten sich darin mit dem Thema „Wie kann Schule anders sein?“ Sie schrieben Texte und wirkten an Choreographie sowie der multimedialen Inszenierung mit. Ab Juni 2006 gab es mehrere Aufführungen im KJH Zuffenhausen vor begeistertem Publikum. |