Inhalt und Themen des

Geschäftsberichts 2006

Grußworte Gäste kommen – Freunde gehen Campen im Reitstadion Rat geben. Keine Lösung!
Praxistraining für das Berufsleben Bildung am Nachmittag Reise in unbekannte Welten Bericht aus der Region I
Die Zukunft vor Augen Bericht aus der Region II Eine zauberhafte Vorstellung Bericht aus der Region III
Ein Treffpunkt für Stuttgart Nord Highlights kompakt Blick nach vorn Spender und Sponsoren

Projekt-Steckbrief: Die Star Care ZukunftswerkstattDie Star Care Zukunftswerkstatt ist ein Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekt für Jugendliche, die wirtschaftlich und persönlich hilfsbedürftig sind. Jährlich werden 20 „chancenarme“ Heranwachsende auf ihren Einstieg in das Berufsleben vorbereitet – in einem praxisorientierten Rahmen. In einer Werkstatt auf dem Gelände des DaimlerChrysler Werkes in Esslingen- Brühl werden die Jugendlichen elf Monate lang eingesetzt. Mit Hilfe von Ausbildungsmeistern erwerben die Jugendlichen Grundfertigkeiten der Metallbearbeitung und lernen industrielle Produktionsabläufe kennen. Ein Sozialpädagoge des Stuttgarter Jugendhaus e.V. begleitet die Jugendlichen in Sachen Alltagsmanagement, Sozialkompetenz und Bewerbungsmöglichkeiten. Das Ziel der Zukunftswerkstatt: Jugendliche in das Arbeitsleben zu integrieren, ihnen Halt zu geben und Selbstbewusstsein zu vermitteln. Das Ergebnis: Bisher haben 45 Prozent einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz erhalten. Die Ende 2005 gestartete Zukunftswerkstatt ist ein Projekt der SBR gGmbH in Kooperation mit der Star Care Stiftung und dem Stuttgarter Jugendhaus e.V.

Projektsteuerung: SBR – gemeinnützige Gesellschaft für Schulung und berufl iche Reintegration mbHAnsprechpartner
Stuttgarter Jugendhaus e.V.:
Simone Vöhse Sozialpädagogische Betreuung:Udo Fuchs, Jugendtreff Burgholzhof Zielgruppe: Jugendliche bis 25 Jahre Infos: www.sbr-ggmbh.de und www.starcare.de

Praxistraining für das Berufsleben

Sie haben Sprachdefi zite oder entstammen aus schwierigen Familienverhältnissen. Sie sind Schulverweigerer oder Ausbildungsabbrecher. Ihre Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sind gering. In den ersten Arbeitsmarkt sind sie kaum zu vermitteln. Normalerweise. In der Star Care Zukunftswerkstatt werden so genannte „benachteiligte“ Jugendliche erfolgreich gefördert. Beinahe die Hälfte von ihnen erhält nach dem Projektablauf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

Anders als bei vielen Projekten aus dem Bereich der Benachteiligtenförderung ist die Konstanz von Jugendlichen in der Star Care Zukunftswerkstatt hoch. Sie kommen gerne in die Metallwerkstatt auf dem Werksgelände von DaimlerChrysler – trotz ihrer Defi zite. „Das liegt sicherlich an der besonderen Konstellation der Kooperationspartner. Wir bündeln unsere Kompetenzen so, dass wir die Jugendlichen passgenau fördern können“, sagt Simone Vöhse. Die Regionalleiterin verantwortet die Projektkooperation für den Stuttgarter Jugendhaus e.V. Seit Ende 2005 arbeitet der Verein für Offene Kinder- und Jugendarbeit mit der Star Care Stiftung und SBR gGmbH zusammen.

Die SBR als gemeinnütziges Beschäftigungsunternehmen hat viel Erfahrung mit der Integration von benachteiligten Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Sie ist mit der Projektleitung und -steuerung beauftragt.

„Durch den Partner Star Care Stiftung können wir Arbeitgeber des 1. Arbeitsmarktes einbinden und so die Integrationsquote deutlich erhöhen“, so Vöhse. Die an der Stiftung beteiligten Wirtschaftsunternehmen wie DaimlerChrysler fühlen sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche verantwortlich. Die Teilnehmer der Star Care Zukunftswerkstatt fi nden häufi g in diesen Unternehmen Praktika und Arbeitsplätze, z.B. in der Gießerei des Autoherstellers, aber auch in einer Bäckerei. Am Anfang durchlaufen die Jugendlichen einen zweimonatigen Kompetenzcheck. Diesen leitet Udo Fuchs vom Stuttgarter Jugendhaus e.V. Der Erziehungswissenschaftler unterstützt die Jugendlichen als so genannter „Qualifi zierungsbegleiter“ auch nach dem Einstiegstest bei persönlichen Problemen, beim individuellen Bewerbungstraining und bei der Vermittlung sozialer Kompetenzen. Fuchs interveniert bei Krisen wie beispielsweise Verschuldung. Er erkennt die Probleme seiner Schützlinge und begleitet sie zu den entsprechenden Schnittund Fachstellen. „Wir fördern die Jugendlichen ausgehend von ihren Stärken und Defi ziten“, so Fuchs: Ein Jugendlicher holte seinen Hauptschulabschluss nach, ein Migrant erhöhte seine Sprachkompetenz. „In der Star Care Zukunftswerkstatt wollen wir Ausbildungsfähigkeit herstellen – die Jugendlichen „anschlussfähig“ machen“, fasst Simone Vöhse zusammen, „mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein finden die Jugendlichen dann auch einen Ausbildungs-, oder Arbeitsplatz“.

Zum Erfolg des Projektes trägt der Alltagsbezug entscheidend mit bei. Die Jugendlichen lernen in einem Echtbetrieb, nicht in einem theoretischen Raum. Nach ihrem Kompetenzcheck übernehmen sie Tätigkeiten, z.B. für den Automobilhersteller DaimlerChrysler: Ladungsträger müssen repariert und Instand gehalten werden. Angeleitet werden die Jugendlichen von echten Meistern, auch das führt zu einer hohen Motivation unter den jugendlichen Teilnehmern: „Sie fühlen sich nicht nur ernst genommen – sie sind es auch“, bekräftigt Simone Vöhse.