Inhalt und Themen des

Geschäftsberichts 2006

Grußworte Gäste kommen – Freunde gehen Campen im Reitstadion Rat geben. Keine Lösung!
Praxistraining für das Berufsleben Bildung am Nachmittag Reise in unbekannte Welten Bericht aus der Region I
Die Zukunft vor Augen Bericht aus der Region II Eine zauberhafte Vorstellung Bericht aus der Region III
Ein Treffpunkt für Stuttgart Nord Highlights kompakt Blick nach vorn Spender und Sponsoren

Projekt-Steckbrief: Eine Zeltstadt mit Atmosphäre
Junge Fans bis 27 Jahre, aus dem internationalen Ausland, spontan und ohne Vorbuchung anreisend: Gemäß den FIFA-Anforderungen zur Fußballweltmeisterschaft realisierten alle zwölf ausrichtenden Städte ein FanCamp für diese Zielgruppe. Stuttgart übertrug die Aufgabe dem Stuttgarter Jugendhaus e.V.

Im Reitstadion am Cannstatter Wasen setzte der Verein das preiswerte Übernachtungsangebot um: Für zwölf Euro inklusive Frühstück konnten bis zu 1.000 junge Erwachsene dort übernachten. Neben 80 Gruppenzelten mit bis zu 12 Betten bot das FanCamp Platz für 100 eigene Zelte. Gratis dazu gab es ein Rahmenangebot aus Internetcafé, Beachvolleyball, Basketball und Kirchenzelt. Außerdem: Veranstaltungen, darunter ein Fußballturnier für Fans und einen DJ-Contest, organisiert vom Popbüro Stuttgart.

800 Stunden, rund um die Uhr war das FanCamp geöffnet. Das im Vorfeld erarbeitete Sicherheitskonzept ging auf – in der Zeltstadt dominierte eine friedliche Atmosphäre.

Projektrealisation: Stuttgarter Jugendhaus e.V.
Leitung: Tim Velinsky
Partner: über 18 Partner aus Sport, Gesellschaft und Wirtschaft Sponsoren: EnBW AG, T Systems Internationale
FAN-Camp Crew: 10 Personen und täglich mehr als 80 Mitarbeiter, darunter aus den Kinder- und Jugendhäusern Bad Cannstatt, Feuerbach, Freiberg und tips´n´trips, Jugendagentur Stuttgart, Stuttgart Volounteers, freiwillige Helfer aus Stuttgart und den Partnerstädten,
Workcamper des IBG Besucher: knapp 10.000
Auszeichnung: 3. Platz bei „Deutschland sucht den Service-Weltmeister“

Campen im Reitstadion

Vom 7. Juni bis zum 12. Juli verwandelte sich das Reitstadion am Cannstatter Wasen in eine Zeltstadt. Ob aus Australien, Venezuela, aus Malaysia oder Ägypten: Junge Erwachsene aller fünf Kontinente nahmen das preiswerte Übernachtungsangebot gerne an. Gemeinsam feierten sie während der Weltmeisterschaft im FAN-Camp des Stuttgarter Jugendhaus e.V. eine fröhliche und friedliche Fußballsause.

Tim Velinsky, Projektleitung „Für „große Fans mit kleinem Geldbeutel“ sollten wir im Stuttgarter Reitstadion eine Übernachtungsmöglichkeit schaffen. Mit guter Verpfl egung und solidem Freizeitangebot. Diesem Ziel haben wir uns verschrieben – und unser Angebot ist sehr gut angekommen: Bereits im März hatten wir 500 Anmeldungen, kurz vor der Eröffnung waren es 2.500 Internetbuchungen. Wir waren noch beim Aufbau unserer 80 Zelte, als bereits die ersten beiden Übernachtungsgäste aus Japan um Einlass baten. Wir haben sie gerne aufgenommen! Die Vorbereitungszeit haben wir intensiv genutzt. Wir haben uns mit Organisatoren aus ganz Deutschland getroffen, die alle vor derselben Aufgabe standen. Im Februar und März haben wir in Paris und Amsterdam mit Fanbetreuern die internationalen Bedürfnisse erfasst und einheitliche Richtlinien entworfen. Vertreter aus Spanien, Frankreich, der Schweiz und aus Holland sind zu uns nach Stuttgart gereist, um sich vor Ort vom Konzept zu überzeugen. Organisiert wurden die Treffen von der Friedrich Ebert Stiftung – ohne ihre und die Unterstützung zahlreicher anderer Institutionen hätten wir das FAN-Camp sicher nicht so optimal realisieren können. Unsere Sponsoren EnBW und Deutsche Telekom haben weder Kosten noch Mühen gescheut. Durch ihre Hilfe konnten wir unser Konzept solide umsetzen: Es wurden hunderte Meter Wasserrohre verlegt, Stromleitungen und Telefonverbindungen eingerichtet – das Reitstadion in ein professionelle Zeltstadt umgewandelt

Es war ein wunderbares Gefühl für unser Team, als im Juni die ersten Gäste kamen. Sie erklärten mit Händen und Füßen, dass sie sich hier wohl fühlten und unser Camp „a gorgeous place in football-germany“ sei. Dazu trugen sicherlich unsere beiden Herzstücke bei: das Internetcafé und der Infopoint. Die Kollegen von tips´n´trips haben am Infopoint in zwei Schichten gearbeitet, dabei täglich rund 200 Handys aufgeladen, Stadtpläne verteilt und hunderte Fragen beantwortet. Das Gastroteam des Jugendhaus Anna managte auch unerwartete Situationen meisterhaft. In unserem Verpfl egungszelt wurden die Spiele übertragen und das Popbüro Region Stuttgart organisierte dort weitere Veranstaltungen, zum Beispiel einen DJ-Contest mit Party.

Gemeinsam haben wir alles gemeistert. Am glücklichsten waren wir darüber, dass das große Thema Sicherheit nur einen klitzekleinen Teil unserer Zeit in Anspruch nahm. Es gab einfach keine Zwischenfälle. Das lag gewiss auch an der guten Zusammenarbeit mit der Verwaltung und anderen Partnern. Die Gemeinnützige Gesellschaft für Schulung und Reintegration (SBR) hat unsere Mitarbeiter und den Laden bestens versorgt. Die Zusammenarbeit mit dem Amt für Öffentliche Ordnung und der Polizei war hervorragend – ein ausdrücklicher Dank geht an die Landeshauptstadt Stuttgart mit allen ihren Ämtern und an den Sportkreis Stuttgart. Ohne die Unterstützung der vielen Helfer – zum Beispiel der Kollegen aus Feuerbach und Freiberg und dem ganzen Team des Jugendhaus Anna mit seinen ehrenamtlichen Jugendlichen, dem Popbüro und den Kollegen von tips´n´trips – wäre niemals eine derartig gute Stimmung aufgekommen und ein solch schönes Projekt entstanden. Ein besonderer Dank gilt Gert Dannenmann von der Sportkreisjugend Stuttgart und der Crew der Finanzbuchhaltung des Stuttgarter Jugendhaus e.V.“

Bundespräsident Horst Köhler: „Ich danke Ihnen von Herzen für das, was Sie geleistet haben. Sie haben bewiesen: Wenn alle ein gemeinsames Ziel vor Augen haben und sich nach Kräften dafür einsetzen, dann gelingt auch scheinbar Unmögliches.“

Ivan Horvat, Kroatien „We had a great time in the FanCamp and I would like to thank you for everything!”